Schloss Benkhausen – perfekte Symbiose von Geschichte und Zukunft

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05.06.2015 Espelkamp | Events

Schloss Benkhausen – perfekte Symbiose von Geschichte und Zukunft

Ein Glücksfall für die Region

Im Beisein von rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fand Ende Mai die offizielle Einweihung von Schloss Benkhausen einschließlich Parkanlage und aller Nebengebäude statt. Gewürdigt wurde dabei vor allem auch die hervorragende Arbeit der am Bau beteiligten Unternehmen und Betriebe, 48 insgesamt, davon 39 aus der Region. Mehr als 250.000 Handwerkerstunden wurden während der rund vierjährigen Bauzeit auf dem Anwesen geleistet.

Entstanden ist daraus ein modernes Schulungszentrum mit elf Tagungsräumen sowie Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 50 Personen und einem Schloss-Café. Im Zusammenspiel mit der Parkanlage und dem gepflegten Rundwanderweg, der die Begräbnisstätte der einstigen Eigentümer, Familie von dem Bussche-Münch, würdevoll einbezieht, ist es Familie Gauselmann gelungen, Schloss Benkhausen zu einem ganz besonderen Ort zu verwandeln, mit dem sich auch der Mühlenkreis von seiner besten Seite präsentiert. Nicht zuletzt befindet sich auch das Deutsche Automatenmuseum seiner weltweit einzigartigen Sammlung internationaler Exponate aus zwei Jahrhunderten auf Schloss Benkhausen und macht das Anwesen damit zu einem touristischen Anziehungspunkt.

Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker beschrieb in seiner Laudatio Schloss Benkhausen als „Keimzelle Espelkamps“. Die gesamte Stadtfläche Espelkamp-Mittwald gehörte der Familie von dem Bussche-Münch und wurde von den Nationalsozialisten enteignet. Nach dem Krieg habe im Schloss u.a. General Bishop residiert und womöglich deshalb entschieden, die Muna doch nicht in die Luft zu sprengen, sondern zu Notwohnungen umzubauen. Dank der neuen Schlossbesitzer sei diese »Keimzelle« nunmehr zu einem echten Juwel erblüht. Das Schulungszentrum stelle die perfekte Symbiose aus moderner Architektur mit einem historischen Bauwerk dar. »Es freut mich besonders“, so Heinrich Vieker, „dass Benkhausen weiterhin ein Ort der Begegnung bleibt.“ Mit seinem Park, dem Museum, dem Trauzimmer und den zahlreichen Veranstaltungen habe Schloss Benkhausen überdies eine einzigartige »Magnetwirkung« auf die Menschen in der gesamten Region.

Landrat Dr. Ralf Niermann beschrieb den Erwerb von Schloss Benkhausen durch Paul Gauselmann als „Glücksfall für die Region“ und hob hervor, dass der Erhalt des historischen Bauwerkes und seine heutige Nutzung ein echtes Vorbild für die übrigen 20 Schlösser und Herrenhäuser im Kreis Minden-Lübbecke sei. Abschließend erzählte Paul Gauselmann von der folgenreichen Einladung des Geschichtsvereins zu einem gemütlichen Frühstück anlässlich des Winterlichen Schlossvergnügens am vierten Advent im Jahr 2009. So ganz nebenbei habe man ihm das damals leerstehende, nicht mehr bewohnbare 500 Jahre alte Schloss gezeigt und machte sich Sorgen um dieses Kleinod. Recht bald habe er die Idee entwickelt, aus dem denkmalgeschützten Bauwerk ein eigenes Schulungszentrum entstehen zu lassen. Nach und nach sei es ihm gelungen, auch die übrigen Familienmitglieder für diese Idee zu begeistern.

„Als ich 2010 gemeinsam mit meiner Familie beschloss, das denkmalgeschützte 500 Jahre alte Anwesen Schloss Benkhausen als neuen Standort für unser Schulungszentrum zu erwerben, ahnten wir nicht, vor welche Herausforderungen uns dies stellen würde. Wir wussten von Baumängeln, die es dem Wittekindshof zuletzt unmöglich gemacht hatten, die Gebäude weiter zu nutzen. Das wirkliche Ausmaß war uns jedoch nicht bekannt. Vom Kellerfundament bis zum Dachfirst, vom Herrenhaus bis zur Scheune musste von Grund auf alles saniert werden. Es war ein enormer Kraftakt, aus dem maroden Anwesen ein Juwel für die gesamte Region und für möglichst weitere 500 Jahre zu machen“.

Neben dem Architektenbüro Joachim Theißen und dem Landschaftsarchitekten Christhard Ehrig bedankte sich Paul Gauselmann zum Schluss bei allen beteiligten Handwerkern, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, Schloss Benkhausen liebenswert, lebenswert und zukunftsträchtig zu machen. Nach der offiziellen Banddurchschneidung nutzten viele der Gäste die Möglichkeit, die einzelnen Bauphasen in einer bebilderten Dokumentation zu betrachten und sich von dem fertigen Ergebnis einen persönlichen Eindruck zu verschaffen: ob Hotelzimmer, Tagungsraum, Museum oder Schlosspark – die Gäste waren beeindruckt. Im neuen Schloss-Café „Die Rentei“, die erst am 1. Mai eröffnet worden war, fand die Einweihungsfeier ihren würdigen und zugleich gemütlichen Abschluss.

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