Karin Gauselmann wird Ehrenbürgerin der Stadt Espelkamp

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v.l.n.r.: Christa Senkel, Bürgermeister Heinrich Vieker, Karin und Paul Gauselmann.

16.06.2015 Espelkamp | Gesellschaft

Karin Gauselmann wird Ehrenbürgerin der Stadt Espelkamp

„Espelkamp – I love you!“

Mit dem herzlichen Bekenntnis „Espelkamp, I love you!“ bedankte sich Karin Gauselmann anlässlich Ihrer Ernennung zur neuen Ehrenbürgerin beim Rat, der Verwaltung und Bürgerschaft Espelkamps, die die Verleihung dieser höchsten Auszeichnung einstimmig beschlossen hatten.

Bürgermeister Heinrich Vieker eröffnete die aktuelle Sondersitzung und freute sich dabei nicht nur über die zahlreich erschienenen Ratsmitglieder, sondern ebenso über den Besuch der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, des Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretärs Steffen Kampeter sowie des Landrats Dr. Ralf Niermann.

In seiner Begrüßung lobte Bürgermeister Vieker das herausragende Engagement von Karin Gauselmann, die sich warmherzig, konsequent und kompetent für die sozialen Belange sowie die kulturelle Entwicklung der Stadt Espelkamp und ihrer Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht habe. Mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde, der höchsten Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat, solle der tief empfundene Dank zum Ausdruck gebracht werden.

Die Laudatio auf die neue Ehrenbürgerin hielt Espelkamps stellvertretende Bürgermeisterin Christa Senckel, die sich nicht nur aufgrund ihrer Tätigkeit als Kuratoriumsmitglied in der Paul und Karin Gauselmann Stiftung, sondern auch aufgrund einer mehr als vier Jahrzehnte langen Freundschaft mit Karin Gauselmann persönlich verbunden fühlt.

Christa Senckel ging in ihrer Rede zunächst zurück zu dem Moment, als „eine junge Dame aus Berlin in die Vertriebenenstadt und Mustersiedlung Espelkamp“ zog. Hier habe sie jedoch nicht nur einen Jungunternehmer, sondern gleichzeitig eine ganze Familie mit drei Kindern geheiratet. Von da an sei sie stets an der Seite Ihres Mannes gewesen, der damals einen aufstrebenden Betrieb mit 20 Mitarbeitern führte. Ihn habe sie über all die Jahre in allen Dingen, die das Privatleben und die Familie betrafen, verantwortungsbewusst und diszipliniert nach besten Kräften entlastet und stand ihm bei wichtigen Unternehmensentscheidungen als wertvolle Beraterin zur Seite. Familie und Firma seien für Karin Gauselmann auch heute noch Mittelpunkt und Anker zugleich.

Ein besonderes Kapitel widmete Frau Senckel dem Urgroßvater von Karin Gauselmann: Paul Ehrlich aus Leipzig. Mit seiner 1876 entwickelten Orchestrionette sowie dem 1882 präsentierten Ariston legte er den Grundstein für einen völlig neuen Industriezweig, nämlich die Fabrikation von mechanischen Musikautomaten mit auswechselbaren Noten. 1897 wurde ihm dafür die Königlich sächsische Staatsmedaille verliehen. (Das Ariston ist als historisches Exponat heutzutage im Deutschen Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen in Espelkamp zu sehen.)

Die Parallelen zu Karin Gauselmanns eigenem Lebensweg an der Seite des führenden Entwicklers und Herstellers für Unterhaltungsautomaten, Paul Gauselmann, seien unübersehbar. Vermutlich seien überdies auch die vorbildlichen Arbeitsbedingungen, die Paul Ehrlich bereits im 19. Jahrhundert bei seinen rund 700 Beschäftigten praktizierte, ein Indiz dafür, dass die ausgeprägte soziale Kompetenz von Karin Gauselmann familiär bedingt sei, schlussfolgerte Christa Senckel.

Trotz der positiven Entwicklung und dem wirtschaftlichen Erfolg der Gauselmann Gruppe mit heute weltweit mehr als 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei Karin Gauselmann immer „auf dem Teppich“ geblieben und habe ihre Augen, Ohren und vor allem ihr Herz vor dem Schicksal anderer nicht verschlossen. „Viele Menschen werden von Frau Gauselmann seit Jahren auf sehr persönliche Art und Weise unterstützt, ohne dass dies jemals öffentlich wird.“ Dies sei, so Christa Senckel, der beste Beweis dafür, dass Karin Gauselmann die Verleihung der Ehrenbürgerwürde wahrlich verdient habe.

Mit Standing Ovations quittierten die anwesenden Gäste des Festaktes die abschließende „Liebeserklärung“ von Karin Gauselmann an ihre Heimatstadt: „Espelkamp, I love you“ – ein absolut ehrliches Bekenntnis, das wie so vieles, was die neue Ehrenbürgerin in ihrem Leben bereits geschaffen und bewegt hat, aus dem Herzen kam.

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